Zusammenfassung des letzten Elternabends am 21. Oktober 2019 – Pfarre Leopoldau

Liebe Eltern unserer Erstkommunionkinder!

Sie haben Ihr Kind zum Erstbeicht- und Erstkommunionkurs angemeldet oder Sie beabsichtigen, es zu tun. Mit dieser Anmeldung bejahen Sie die Konzeption und die Voraussetzungen, die mit dieser Erstkommunionvorbereitung verbunden sind.

Diese werden / wurden auf dem ersten Elternabend vor der persönlichen Anmeldung ausführlich dargelegt. Im folgenden wird das Wesentliche zu Ihrer Information einmal zusammengefasst.

Grundsätzliches zum Verständnis des Vorbereitungsweges

In unserem Erstbeicht- und Erstkommunionkurs werden die Kinder auf zwei Sakramente vorbereitet: das „Sakrament der Versöhnung“ (besser als Beichte bekannt) und das „Sakrament der Eucharistie“ (auch Kommunion genannt).

Sakrament bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt: „Heiliges Zeichen“. Sakramente wollen zeichenhaft die Nähe Gottes vermitteln und erfahrbar werden lassen. Sakramente sind Feiern unseres Glaubens. Wir feiern hier, dass Gott sich uns zuwendet mit seiner Barmherzigkeit und seiner Liebe. In den Sakramenten wird ausdrücklich, dass Gott in Beziehung ist mit – und immer wieder in Beziehung tritt zu – jedem einzelnen Menschen.

Von daher geht es von der Sache her bei unserer Sakramentenvorbereitung neben der Vermittlung von Glaubenswissen auch um eine tiefere Ein- und Hinführung in ein Beziehungsgeschehen. Der christliche Glaube ist mehr als Glaubenswissen, er ist ein lebendiges Beziehungsgeschehen zwischen dem Menschen und Gott, der sich in seinem Sohn Jesus Christus als der liebende und menschenfreundliche Gott offenbart hat.

Das Hineinwachsen in diese Glaubensbeziehung zu Jesus Christus, dem mensch-gewordenen Gott, ist ein Prozess, oft ein lebenslanger Prozess.

Dieser Prozess fängt nicht erst mit der Erstkommunionvorbereitung an, sondern hat schon mit der Taufe begonnen. Mit der Taufe wird ein Mensch Christ, d.h. er wird von Gott angenommen als sein geliebtes Kind und wird somit aufgenommen in die Gemeinschaft der an Jesus Christus Glaubenden, die wir auch Kirche nennen.

Alles, was den Glauben des Kindes seitdem genährt hat und in Zukunft nähren wird, ist förderlich für diesen Prozess der christlichen, in unserem Fall der christlich-katholischen, Sozialisation. So z.B. die Glaubenspraxis in der Familie, die religions-pädagogische Vermittlung im Kindergarten und Religionsunterricht und die Teilnahme am Leben unserer Pfarrgemeinden.

Konzeption des Kurses

a) Organisation

Die Vorbereitung findet in kleinen Gruppen von (ideal) ca. 7/10 Kindern statt. Neben einigen Gemeinschaftstreffen kommen die Kinder wöchentlich dazu einmal circa 1 1/2 Stunden mit (Samstagstreffen – 14-tägig – 10 bis 12 Uhr) Tischmüttern (oder Väter) im Pfarrhof zusammen, die sich als Katecheten zur Begleitung einer Kindergruppe ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben. Die Ferien sind ausgenommen.

Der Vorteil der kleinen Gruppen ist, dass die Kinder die Möglichkeit haben, Erfahrungen von Gemeinschaft und Miteinander-Glauben in intensiver und persönlicher Weise zu machen. Die Katecheten werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und während des gesamten Kurses sowohl theologisch wie pädagogisch begleitet und unterstützt.

Dazu treffen sie sich regelmäßig mit Pastoralassistent Mag. Hector Pascua. An diesen Abenden werden u.a. die Gruppenstunden und die Situation in den Kindergruppen besprochen.

Die wöchentlichen Gruppenstunden werden ergänzt durch die sonntäglichen Gottesdienste vor allem durch die Kindermessen, (letzten Sonntag im Monat) . Bitte dem allgemeinen Terminplan entnehmen

b) Inhalte

Inhaltlich stehen das Kennenlernen von Gemeinde und Kirchen(-gebäuden) und die Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie im Mittelpunkt. Der erste Teil des Kurses zielt schwerpunktmäßig auf das Kennenlernen von Gemeinde und Kirchen und die Vorbereitung der Erstbeichte, die ungefähr in der Mitte des Kurses im Februar sein wird. Dabei geht es um eine Bewusstseins- und Gewissensbildung der Kinder auf der Grundlage christlicher Werte, um den Umgang mit Schuld ihrer Arbeit durch Sie als Eltern der Gruppenkinder.

Auch Ihr Kind braucht das Gefühl, dass das, worauf es sich jetzt         einlässt, von seinen Eltern bejaht und akzeptiert wird. Die Vorbereitung kann nur gelingen, wenn Sie als Eltern dahinter stehen und das, was damit verbunden ist, mittragen und unterstützen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung mit Kindern, ich bin davon überzeugt, dass Kinder im Alter von 8-10 .Jahren sehr offen und interessiert an Gott und Glauben sind. Sie sind unvoreingenommen und neugierig und bereits in einem Alter, in dem sie Vieles verstehen können. Geben Sie den natürlichen religiösen Anlagen Ihres Kindes Raum, damit sie sich genau wie alle anderen Gaben und Begabungen lebensförderlich entfalten können. Und bitte übertragen Sie nicht Ihre eigenen – vielleicht negativen – Erfahrungen mit und Ansichten zu Kirche und Glauben auf ihre Kinder. Lassen Sie Ihr Kind eigene Erfahrungen machen.

Sie sind eingeladen, die Chance zu nutzen, mit Ihrem Kind Glauben und Kirche vor Ort wieder neu oder tiefer kennenzulernen und sich darauf einzulassen, vielleicht auch dadurch neue Kontakte zu schliessen….

c) Verbindlichkeit

Weil uns Ihr Kind und das, was es erfahren und lernen soll, wertvoll ist, nehmen wir die Zeit der Erstbeicht- und Erstkommunionvorbereitung sehr ernst und investieren viel Kraft und Arbeit in dieses Projekt. Wenn unser seelsorgliches Bemühen und das Engagement der Katecheten im oben beschriebenen Sinne fruchtbar werden soll, braucht es Verbindlichkeit.

Die Gruppenstunden bauen aufeinander auf. Es ist daher wichtig, dass die Kinder regelmäßig anwesend sind, um den Gesamtzusammenhang zu verstehen und nicht den Anschluss zu verpassen an die Inhalte des Kurses und das Gruppengeschehen. Auch Gemeinschaftserfahrungen sind nur möglich, wenn jeder seinen Beitrag zur Gemeinschaft leistet und das vor allen Dingen durch regelmäßige Teilnahme an den Gruppenstunden und aufmerksames Interesse.

Dabei kann es sein, dass die Gruppenstunden oder die Gottesdienste mit privaten Terminen kollidieren. Wir möchten Sie bitten, den Terminen der Kommunionvorbereitung in der Zeit der nächsten Monate Priorität einzuräumen. Geburtstagseinladungen können z.B. auch vor oder nach der Gruppenstunde wahrgenommen werden. Sie erhalten ja gleich bei der Anmeldung zur weitsichtigen Planung eine Terminübersicht bis zum Erstkommuniontag.

Bei Verhinderung Ihres Kindes z. B. durch Krankheit o.ä., bitten wir Sie unbedingt, Ihr Kind bei der Katechetin telefonisch zu entschuldigen.

d) Gottesdienstbesuch am Sonntag unerläßlich

Die Kinder sollen am Ende der Vorbereitung, bei der Erstkommunion, wissen und verstehen, was sie feiern. Deshalb ist wichtig, dass sie mit dem gottesdienstlichen Geschehen vertraut werden. Bitte begleiten Sie Ihr Kind zu den sonntäglichen Meßfeiern. Diese werden am letzten Sonntag im Monat in der Pfarrkirche um 10.30 Familienmessen gestaltet. In den Gottesdiensten können die Kinder immer nach vorne in die ersten Reihen gehen und finden so auch ihre vertraute Gruppe. Oft werden die Kinder auch mit Texten an diesen Messfeiern beteiligt.

Sonstiges

a) Elternabende

Drei Elternabende sind innerhalb der Erstkommunionvorbereitung vorgesehen. Diese Abende sollen dem gegenseitigen Kennenlernen dienen und dem Ausblick auf die gemeinsame Vorbereitungszeit. Alle Themen, den Glauben oder den Kurs betreffend, haben hier Raum (dann besonders das Thema Schuld, Umkehr, Versöhnung, Beichte), und der Gedanke der „Communio – Gemeinschaft“ steht im Mittelpunkt der Vorbereitung und soll auf möglichst vielen Ebenen für die Kinder und Eltern erfahrbar werden. Näheres auf dem Terminblatt.

b) Beteiligung an den Kosten

Für die Bücher und Vorbereitungsmaterialien, die Kommunion- und Gruppenkerze, und alles, was für die Kommunionvorbereitung benötigt wird, erbitten wir eine Beteiligung an den Kosten von Elternseite in Höhe von Euro 30,- . Diesen Betrag bringen Sie bitte zur Anmeldung mit, zusammen mit dem Anmeldeformular und dem Taufschein des Kindes.

Für Fragen oder Gespräche stehen Pfarrer P. Klaus Coolen und Pastoralassistent Hector Pascua Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Wir hoffen, dass dieser Weg der Vorbereitung auf Erstbeichte und Erstkommunion für Sie und Ihr Kind zu einer bereichernden Erfahrung des Glaubens und der Freude wird und wir vertrauen auf ein gutes Miteinander von Kindern, Eltern, Katecheten und uns Seelsorgern. 

Mag. Hector Pascua

 

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